Versos German Louise Aston Berlin

German poem

Berlin

by (1814–1871)

Listen in the reader

Wilde kriegerische Klänge Tönen in die Nacht hinaus, Schweigend harrt des Volkes Menge Vor dem königlichen Haus; Manches Auge blitzt in Thränen, Manche Faust ist wuthgeballt; Ob der frevelnden Gewalt Knirschen Kinder mit den Zähnen.

Glimm'! o glimm', Heiliger Grimm!

Bleiches Mondlicht strahlt hernieder Auf die haßentbrannte Welt; – 's ist derselbe Mond, ihr Brüder, Der die Märznacht einst erhellt; Kommt es heut zum Kugelregen: Hält der Tod sein Sichelfest, Und dem letzten Ueberrest Gibt das Fallbeil seinen Segen. –

Noch ist von Groll Das Maaß nicht voll. –

Erst des Landes Stimme hören Will der friedliche Convent; Bald wird sich das Land empören Gegen Wrangels Regiment; Drum voran mit edlem Stolze, Bannerträger in Berlin! Mag der Thron in Flammen glühn! Denn er ist von faulem Holze.

Freiheit und Glück Gibt Republik!