German poem
Die Spinnerin
by Ludwig Tieck (1773–1853)
Das Rädchen Dreht munter Das Fädchen Hinunter: Wo weilst du O Lieber Was eilst du Fern über?
Und sinn' ich Tagelang Und spinn' ich Wochenlang, Bist du mein einz'ger Gedank. –
Bald seh' ich Seen, Wenn's Rädchen surrt, Indem es schnurrt Erscheinen Feen. Und Er geleitet Ist unter ihnen: Wie stolz er schreitet! Ihm Geister dienen. Dann fliegt er fröhlich Durch Abendröthe, Es tönt so seelig Die Schäferflöte: Dann wünsch' ich Schwingen Zu ihm zu fliegen, Aufwärts zu springen In Wolken die Flügel zu wiegen.