German poem
Licht und Finsterniß
by Maria Clementine François (1823–1844)
Sonnet.
So bricht denn nun, der dunkeln Nacht entschwebend, Des Geistes Morgen glänzend uns heran; Der Wahrheit öffnet siegend sich die Bahn, Die Freiheit nahet, ihr Panier erhebend. –
Die Finsterlinge aber rufen bebend: „Traut nicht! das hat der Lügengeist gethan!“ In dichten Schaaren rücken sie heran, Uns gern die dunkeln Zeiten wieder gebend;
Die Welt verdummend; in den Blicken Frieden, Den Glauben pred’gend, sünd’gend mit der That, Und auf den Lippen reuig Büßungspsalmen.
Doch anders hat der Weltgeist es entschieden, Denn unaufhaltsam rollt der Zeiten Rad; Den, der es hemmen will, wird es zermalmen!