German poem
Der Lobsang: Mitten wir im Leben sind
Mitten wir im Leben sind Mit dem Tod umfangen. Wen suchen wir, der Hulfe tu, Daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine; Uns reuet unser Missetat, Die dich, Herr, erzurnet hat. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht versinken In des bittern Todes Not. Kyrieleison.
Mitten in dem Tod anficht Uns der Hellen Rachen. Wer will uns aus solcher Not Frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit Unser Klag und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen Fur der tiefen Hellen Glut. Kyrieleison.
Mitten in der Hellen Angst Unser' Sund' uns treiben. Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mugen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, Das gnug fur die Sunden tut. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott, Laß uns nicht entfallen Von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.
Die zehen Gebot Gottes, auf den Ton: In Gottes Namen fahren wir.
Dies sind die heilgen zehn Gebot, Die uns gab unser Herre Gott Durch Mosen, seinen Diener treu, Hoch auf dem Berg Sinai. Kyrioleis.
Ich bin allein dein Gott, der Herr, Kein Götter sollt du haben mehr, Du sollt mir ganz vertrauen dich, Von Herzengrund lieben mich. Kyrioleis.
Du sollt nicht fuhren zu Unehr'n Den Namen Gottes, deines Herrn, Du sollt nicht preisen recht noch gut, Ohn was Gott selbs red't und tut. Kyrioleis.
Du sollt heilgen den siebent' Tag, Daß du und dein Haus rugen mag, Du sollt von deim Tun lassen ab, Daß Gott sein Werk in dir hab. Kyrioleis.
Du sollt ehrn und gehorsam sein Dem Vater und der Mutter dein, Und wo dein Hand ihn'n dienen kann, So wirst du langs Leben han. Kyrioleis.
Du sollt nicht toten zorniglich, Nicht hassen, noch selbs rächen dich, Geduld haben und sanften Mut Und auch dem Feind tun das Gut'. Kyrioleis.
Deine Ehe solltu bewahren rein, Daß auch dein Herz kein ander mein', Und halten keusch das Leben dein Mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrioleis.
Du sollt nicht stehlen Geld noch Gut, Nicht 'wuchern jemands Schweiß und Blut, Du sollt auftun dein milde Hand Den Armen in deinem Land. Kyrioleis.
Du sollt kein falscher Zeuge sein, Nicht lügen auf den Nähsten dein, Sein Unschuld sollt auch retten du Und seine Schand decken zu. Kyrioleis.
Du sollt deins Nähsten Weib und Haus Begehren nicht, noch etwas draus, Du sollt ihm wundschen alles gut, Wie dir dein Herz selber tut. Kyrioleis.
Die Gebot all uns geben sind, Daß du dein Sund, o Menschenkind, Erkennen sollt und lernen wohl, Wie man vur Gott leben soll, Kyrioleis.
Das helf uns der Herr Jesu Christ, Der unser Mittler worden ist, Es ist mit unserm Tun verlorn, Verdienen doch eitel Zorn. Kyrioleis.
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