Versos German Maurus Lindemayr Die Bauernnoth

German poem

Die Bauernnoth

by (1723–1783)

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I kan má’s unmigli nöt denká, Was d’Herren mit ins no anhöbn. Á Baur soll si wáhrla grads henká, So kám á dient wög vo den Löbn. Sán d’Rüstgeldá kám zán dáschwingá Und gleiwohl höbn’s Noiringá an Und thain ins án Toifel áfdringá, Den d’Herrschaft selbm nenná nöt kan.

I bsinn mi, i z’brich má ’n Schedl, I raith oft á halbáti Nacht. I röd aus dá Sach mit mein Gredl, Wie vil hoir mein Ausgab schan macht. Kain Nachbá, kain Amtmann kan’s wissen; Und schau i in’s Büechel, wie’s geht, Is’s ainwög guet deutsch damit gschmissen, Weil’s in dá Latein drinná steht.

Mein Huimátel kan i leicht zötn. I mag má kám ’s Traidl dábaun; Is nix, als á ságrischi Frötn; Bein Fenster thuet d’Neath auáschaun. Ain Gaiß’l; zwen Frischling, söchs Anten Und ’s Peondel is all mein Vámögn. Mag mi und dö Kiná kám gwándten, D’Kostirung und ’s Jahrláhnl göbn.

Schátzt ainár á Geldl von Airen? Fuchzg sánd grads, als wie, we geht da. ’n Haar bringán’s inhá aus Baiern; ’n Lándláhaar káft ins niemd a. Kain Schwabn han i nöt zán vákáfá, Brauchs’ allisamt selbm hintá ’s Gsott. Mi’n Scheitern is nix zun dáláfá Und ’s Heu ist iez á um án Spott.

Sinst hat má do gleiwohl mit’n Spinná, Mit Leinwáden, Rupfen und Garn Á Geldl dárobern aft kinná; Jetz sein má da á gstrigelt warn. Drei Stempellahn kosten án Groschen; Und ’s Tueh, dös kain Stempel nöt trait, Is schölmisch und zrissátást d’Goschen, Má nihmt dá’s; du wirst ga nöt gfrait.

Sinst habmt diernt án ötlá guet Brüedá In’s Bairland á Kirifahrt than. Á Kráxen Towák trug án iedá; Kain Fueßgehá schrie má nöt an. Jetz abá ist alls vollá Meuthen. Má is kám recht drausten no z’Haag, So thain’s ain schan schinden und heuten; So griffán ain d’Schöring in Sack.

Han jungáhait ’s Geign üntágriffá Und hab mi válaid auf d’Schalmei; Hab oft á schens Geldel dápfiffá Und iez leid i Hungá dábei. In Rauhnáchten thát i aft immá Dá Kini Waldhausá sinst wern. – Jezt siecht má in Lándl gár nimmá Kain heiling drei Kinö, kain Stern.

Wo nihm i (thuet’s nur ain Christ denká!) Á Geldl her? – Jez brauchát i ains. ’s Stehln ist má vábothen bán Henká Und machá selbm kan i má kains. – I mueß nur áf’s náchst mit mán Gvadern ’n Schatzgrabáhandl nachgehn. – Leicht schmeißt ins dá Toifl in d’Bladern; Leicht holt er üns gar allö zwen.