Versos German Neidhart Owê, sumerzît

German poem

Owê, sumerzît

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Owê, sumerzît, daz die niemen hilfe gît! was dir hazzes unde nît aber ûf dînem rucke lît, ê der winder sînen strît an dir gar volende, als im sîn wille gegen dir stât!

er ist dir gehaz, ich enweiz niht, umbe waz. sît er dînen stoul besaz, selten er des ie vergaz, erne twunge ie vürebaz. sîn gewalt wol tûsent ellen vür den dînen gât.

er hât in diu lant dir ze schaden her gesant allez sîn gesinde, daz dich roubet offenlîche mit gewalticlîcher hant.

Sîne winde kalt habent dînen grüenen walt harte jâmerlîch gestalt, des diu heide sêre enkalt an ir bloumen manicvalt. si ist verderbet, daz si sich ze hove wil beklagen.

bloumen unde loup was des rîfen êrster roup, den er in die secke schoup. er enspielt in noch enkloup. des ist manic herze toup, daz an sînen vröuden vol von schulden mouz verzagen.

îs und anehanc hat der vogelîne sanc gar gestillet in den welden, dâ si müezen swîgen allen disen winder lanc.

Bloumen unde klê, manger hande wünne mê, die verderbet uns der snê disiu sorge tout mir wê, daz uns iht vor im bestê. sumer, dîne holden von den houben sint gevarn.

leit ist mir geschehen an der liehten sunne brehen, die wir dicke trüebe sehen, des wir alle müezen jehen. beidiu vinger unde zehen sol ein ieslîch man vor disen winden wol bewarn.

ougen unde brâ vor der winderraezen schrâ sult ir wol behüeten, wan sie verwet einen jungen, daz man waenet, er sî grâ.

Swaz ich tumber klage bloumen und die liehten tage unde an freuden niht verzage bî dem kumber, den ich trage mêre, denne ich iemen sage, daz ist ir gedienet, der ich vil gedienet hân

unde ir dienen wil unz an mîner jâre zil, ir sî lützel oder vil. disen roum ich nieman hil. habe siz immer für ein spil, doch sô wil ich dienen ir ûf einem gouten wân.

lîhte kumt ein tac, daz ich sô gedienen mac, daz mir von der gouten wirt gelônet, daz ich von ir füere freuden vollen sac.

Aller mîn gerinc daz ist ein verloren dinc swenne ir alle sprechet: „sinc, ungemüete von mir swinc!“, sone lât ein getelinc sî niht hoeren mînen sanc. daz lât iu wesen leit!

derst ir dicke bî unde heizet mandelzwî. wie der gouch getoufet sî, der gewizzen bin ich vrî. sîner nachgebûren drî habent ungevrâget etewenne alsô geseit,

daz er Eberzant in der toufe sî genant. diesen sumer habent si mich verdrungen, er und ener sîn geloufte Herebrant.

Die zwên geugeweten, sint von Künehôhesteten. als ein lewe an einer keten gênt si an dem tanze treten bî der lieben ungebeten. swaz si dâ mit ir gerûnent, deist mîn ungewin

unde ist mir getân. owê, welch ein sunderwân! waz ich ungemaches hân, mêre, danne ein andere man, des ich niht erwenden kan! sô mit ungenâden loufent mîne tage hin.

wê, gelückes rat, wenne sol ich mîne stat ûf dir vinden, oder wenne sol ich mînen vouz gesetzen in der saelden pfat?

In der saelden pfat ich noch leider nie getrat. dâ ich ie genâden bat, dâ verstiez mich mîner stat ein gebûwer gogelsat. solher vlüste hân ich her gespilt wol drîzec jâr,

minnehalp verlorn beide schaden unde zorn, den ich lîhter het verborn, daz doch nimmer wirt verkorn, des ich tiuwer hân gesworn. an der lieben Vriederûnen houp ez Engelmâr,

der ir spiegel nam, des im gouche niht gezam. des ist unvergezzen, ich getou ir einem sînes herzen küneginne alsam.