German poem
’s Marterl
by Otto Sommerstorff (1859–1934)
Im Mühlbachgraben bei der Wehr, – A Marterl steht daneb’n, – Da hat mir – funzehn Jahr’ is ’s her – Die Lies ihr Jawort geb’n.
I war verliabt bis über d’ Ohr’n Und glückli wie a Narr … Wie’s aber dann mei Weib is wor’n, War’s mit mein Frieden gar. –
Das Marterl, das steht heut no dort, Verwischt von Reg’n und Schnee, Kein Mensch weiss, wer am selbig’n Ort, Verunglückt is voreh.
Mir aber, wann i ’s Marterl schau, Giebt’s allemal an Riss, Denn i, i weiss jetz ganz genau, Wer dort verunglückt is! …