German poem
Als ihn einer seiner vertrautesten Freunde
by Paul Fleming (1609–1640)
Was werd' ich weiter tun? Ich soll, ich muß, ich will von dir gefangen sein, o meiner Freunde Leben. Knüpf zu, hier hast du sie, ich will sie willig geben, die unverzückte Hand. Apollo, laß dein Spiel,
Thalia, deinen Klang, der mir erst wolgefiel, itzt klingen mehr als vor, ich selbst will mit anheben und mein Triumflied tun. Lyäus, Trost der Reben, und Flora, Zier der Zeit, folgt uns, hier ist mein Ziel.
Ihr Gratien geht vor. Komm, Sais, Lust der Sitten, und Nais, Schmuck der Bach. So ich euch kan erbitten, knüpft diesen, der mich knüpft, und führt ihn in der Mitten.
Führt ihn hin, wie ihr wißt, in die begrünten Gründe. Ich will sehn, was ich tu, ob ich noch etwas finde, das mich nun mache los und ihn hergegen binde.
More by Paul Fleming
- Als H.M. Elias Major Poëta Laureatus worden
- Als Herr Görge Ernst Kademan Magister wurde
- Als Herr Johan Marx von Leipzig
- Als ihm Herrn Timothei Swirsens Hausfrauen Ableben
- Als Mons. Jakob Sperling von ihm abreisete
- Als sie ihm umfangen hielte
- Als sie sich im Schnee erlüstirete
- Als sie sich nicht wolte trösten lassen