German poem
Auf des Fürstl. Holstein
by Paul Fleming (1609–1640)
Laß sich nun dein Herzleid stillen, Thyrsi, fang an froh zu sein! Dein ist dieser Sonnenschein, dein und deiner Amaryllen. Gebt, ihr Götter, drein den Willen! Thyrsis freiet Amaryllen.
Was die weißen Wolken schneien, was der feuchte Zephyr weht, was in See und Wäldern geht, schreit euch zu in einem Schreien: Gebt, ihr Götter, drein den Willen! Thyrsis freiet Amaryllen.
Die gelehrten Nachtigallen rufen durch die hohle Luft, was sie selbst hat vorgeruft, daß die Täler widerschallen: Gebt, ihr Götter, drein den Willen! Thyrsis freiet Amaryllen.
Die gesamten Heerden springen, und die frohe Schäfer-Schaar jauchzet um diß edle Paar: Alles wolle wol gelingen! Thyrsis freiet Amaryllen mit der Götter gutem Willen.
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