German poem
Auf Herrn L. Philip Krusens
by Paul Fleming (1609–1640)
Wolan so brich herein, du oft gewündschter Schein, brich ein und mach' uns froh! Brich an, du süßes Licht, brich an und säume nicht, nach dem wir wündschen so!
Brich an! Er sieht nach dir, der Musen teure Zier, der hochgepreiste Held, der durch sein hohes Tun ihm hat verbunden nun den Himmel und die Welt.
Der Fürst der schönsten Zeit, der Lenz, schlägt weit und breit sein buntes Lager auf. Der weichen Lüfte Schaar treibt das verjüngte Jahr an einen neuen Lauf.
Des Jahrs Apell, der Mai, färbt Alles mancherlei und schmückt die Auen aus. Der Floren feuchter Man haucht mit Gesundheit an Empandas grünes Haus.
Der Mensch, das Vieh, das Meer, der Tier' und Blumen Heer und Alles, wie es heißt, was die gevierte Welt in ihren Armen hält, kriegt einen neuen Geist.
Wolan, so brich herein, da oft gewündschter Schein, brich ein und mach' uns froh! Brich an, du süßes Licht, brich an und säume nicht, nach dem wir wündschen so!
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