Versos German Paula Dehmel Die Böse Mies

German poem

Die Böse Mies

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Es war einmal ein Kätzchen, ein allerliebstes Frätzchen. Es hatte das Mamsellchen ein seidenweiches Fellchen und einen Bart ums Schnäuzchen und Augen wie ein Käuzchen. Es machte gern den Rücken krumm und brachte viele Mäuse um, dann schlich es auf die Ofenbank und leckte sich die Pfoten blank.

Einst aber, oh das Kätzchen, was tut das liebe Frätzchen? Einst stand auf unserm Tische ein Teller Bratenfische. Hopp, ist das Kätzchen oben: die Fische muß ich loben. So denkt es sich und sitzt und schmaust, doch Mutterchen kommt angesaust, und gibt dem Naschmamsellchen --na warte--eins aufs Fellchen.

Nein, unser Miesekätzchen war gar kein liebes Frätzchen: los auf die gute Mutter, und durch das Ärmelfutter --kratz--in den Ellenbogen! War das nicht ungezogen? Dann lief es voller Wut hinaus und kam erst abends spät nach Haus, und schlich sich auf die Ofenbank und leckte sich die Pfoten blank.