Versos German Paula Dehmel Dritter Streich

German poem

Dritter Streich

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Auf des Sofas weichem Grunde schlummert sanft mit offnem Munde Pastor Pfannkuch. Nur die Fliegen summen sich was zum Vergnügen, sonst ist's muckstill. Fast erledigt liegt der Text der Sonntagspredigt auf dem Schreibtisch. Sonnenfleckchen spielen in den Zimmereckchen; nichts bedroht den tiefen Frieden, der dem frommen Mann beschieden. Doch da stiehlt sich in die Stube Fixfax, dieser lose Bube, kichert, fängt ein Dutzend Fliegen, die sind hier sehr rasch zu kriegen, tunkt sie in das Tintenfaß, bis sie gänzlich schwarz und naß, läßt sie dann gleich wieder fliegen und entfernt sich mit Vergnügen. Nach 'nem Weilchen, ach Herrjee, kommt Frau Pastor mit dem Tee, ruft voll Abscheu, Schreck und Graus: Berthold! Mensch, wie siehst du aus! bist ja wie'n Idiot beschmiert, Backen, Nase, schwarz karriert! Himmel, auch die neue Predigt ist beschmudelt und beschädigt, und auf meinen weißen Deckchen grinsen lauter Tintenfleckchen! Mann, wie hast du das getan? Und sie sehn sich grübelnd an...

Fixfax aber, auf der Wacht, sitzt im Mauseloch und lacht sich ins Fäustchen ohne Reue, und--gebt Acht--er wird sich neue Schelmentaten ausklabuntern, um uns Menschen aufzumuntern.