German poem
Das Eilffte Lied
by Philipp von Zesen (1619–1689)
Ach! Schönste/ wie kan so bländen Der Sonnen-lichte Glantz/ Der dich ümbgeben gantz? Wie kanstu mein Hertze wenden/ Du Herscherin meiner Sinnen? Wie kanstu mich so gewinnen Durch deines Scepters Macht Zu Tag und Nacht?
Mein wündschen ist dich zu schauen/ Du trautes edles Bild/ Mit Süßigkeit erfüllt! Ich wil mich mit Dier vertrauen/ Wil trincken aus deinen Flüssen/ Die Honig uns geben müssen; Drümb komm und laß mich nicht/ Du edles Licht.