German poem
Der Növembertag
Alter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln.
Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven.
IM STRAßEN KAPELLCHEN
Bei St. Loretto da brennt ein Licht vorm Bilde im Straßenkapellchen; und um das Wandbild schmiegen sich dicht Blechblumen mit farbigen Kelchen.
Die Heiligen machen ein übel Gesicht; denn der Sturmwind, der hastige Knab, hat nicht Achtung für sie; bei Loretto das Licht schaut fromm in den dämmernden Sabbat.