Versos German Rainer Maria Rilke Esther

German poem

Esther

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Die Dienerinnen kämmten sieben Tage die Asche ihres Grams und ihrer Plage Neige und Niederschlag aus ihrem Haar und trugen es und sonnten es im Freien und speisten es mit reinen Spezereien noch diesen Tag und den: dann aber war

die Zeit gekommen, da sie ungeboten, zu keiner Frist, wie eine von den Toten den drohend offenen Palast betrat, um gleich, gelegt auf ihre Kammerfrauen, am Ende ihres Weges den zu schauen, an dem man stirbt, wenn man ihm naht.

Er glänzte so, daß sie die Kronrubine aufflammen fühlte, die sie an sich trug; sie füllte sich ganz rasch mit seiner Miene wie ein Gefäß und war schon voll genug

und floß schon über von des Königs Macht, bevor sie noch den dritten Saal durchschritt, der sie mit seiner Wände Malachit grün überlief. Sie hatte nicht gedacht,

so langen Gang zu tun mit allen Steinen, die schwerer wurden von des Königs Scheinen und kalt von ihrer Angst. Sie ging und ging.

Und als sie endlich fast von nahe ihn, aufruhend auf dem Thron von Turmalin, sich türmen sah, so wirklich wie ein Ding:

empfing die rechte von den Dienerinnen die Schwindende und hielt sie zu dem Sitze. Er rührte sie mit seines Zepters Spitze; und sie begriff es ohne Sinne, innen.