German poem
Ii
"Jetzt beten, Willi,--und nicht reden!" Mit großem Aug gehorcht der Knab. Der Vater legt den Kranz Reseden auf seines armen Weibes Grab.
"Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!" Klein Willi sieht empor und macht, wie ihm befohlen. Ach, ihn reuts nun, daß er am Weg heraus gelacht!
Es sticht im Auge ihn--wie Weinen.... Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht; ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen beim Ausgang jäh der Buden Pracht.
Es blinkt durch den Novembernebel herüber lichtbeglänzter Tand; er sieht dort Pferdchen, Heime, Säbel und küßt dem Vater leis die Hand.
Und der versteht. Dann gehn sie weiter.... Der Vater sieht so traurig aus.-- Doch einen Pfeiferkuchenreiter schleppt Willi selig sich nach Haus.