German poem
Phillis, mein Kind
by Robert Burns (1759–1796)
Während die Lerche sang Phillis, mein Kind! Macht’ ich ’nen Morgengang Mit meiner Flint’. Rosiger Sonnenschein Lachte in’s Thal hinein; So mög’ Dein Morgen sein, Phillis, mein Kind!
Wanderte immerfort, Phillis, mein Kind! Zu meinem Lieblingsort Wo Blumen sind. Wo in dem thau’gen Grün Röslein verschämt erglüh’n; Mögest Du auch so blüh’n, Phillis, mein Kind!
Täubchen, auf grüner Wand, Küßten geschwind; Habicht, der d’rüber stand, Traf meine Flint’. So mög’ es jedem geh’n Wagt er es Dich zu schmäh’n, Schief nur Dich anzuseh’n, Phillis, mein Kind!