German poem
Wer klopft an meine Kammerthür?
by Robert Burns (1759–1796)
Wer klopft an meine Kammerthür? Nun, wer sollt’s sein, als Findlay? – Dann geh’, hast Nichts zu schaffen hier! – Das ist wohl wahr, sprach Findlay. – Was schleichst Du denn, just wie ein Dieb? – O komm und sieh, sprach Findlay. Stiehlst noch vor Tag’ mehr als mir lieb – Das ist mein Wunsch, sprach Findlay.
Steh’ ich auf und laß Dich ein? – Laß mich ein, sprach Findlay. Wirst ein Ruhestörer sein. – Ganz gewiß, sprach Findlay. In der Kammer, wenn Du weilst? – Laß mich nur, sprach Findlay. Mit dem Abschied Du nicht eilst – Nimmermehr, sprach Findlay.
Bleibst die Nacht Du wirklich hier – Ja, ich bleib’, sprach Findlay. Merkst Du Dir wohl meine Thür? – Allerdings, sprach Findlay. Was geschieht im Kämmerlein – Laß gescheh’n, sprach Findlay. Bis zum Tod verschweig’ es fein, Ganz gewiß, sprach Findlay.