Versos German Rudolf Gottschall Der Frieden

German poem

Der Frieden

by (1823–1909)

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Lächelnd wie der Sonne Licht Ruht auf blühendem Gefilde, So aus diesen Zügen spricht Sanfte Güte, fromme Milde.

Neige Dich mit holdem Gruß, Gieb den Herzen Deinen Segen, Jedem, welcher kämpfen muß Auf verschlung’nen Lebenswegen;

Jedem, der da irrt und zagt, Von der Leidenschaft geblendet, Der umsonst den Himmel fragt, Wann er ihm Erlösung sendet.

Möge Deine sanfte Hand Leuchtend das Gewölke spalten, Das dem theuren Vaterland Droht mit nächtigen Gewalten!

Hoch mag unser Lorber stehn, Braust der Sturm des Krieges wieder; Doch wo Deine Palmen wehn, Senkt sich reicher Segen nieder.

Rudolf v. Gottschall.