German poem
Wo Bismarck liegen soll
Nicht in Dom oder Fürstengruft, Er ruh' in Gottes freier Luft Draußen auf Berg und Halde, Noch besser: tief, tief im Walde; Widukind lädt ihn zu sich ein: »Ein Sachse war er, drum ist er mein, Im Sachsenwald soll er begraben sein.«
Der Leib zerfällt, der Stein zerfällt, Aber der Sachsenwald, der hält. Und kommen nach dreitausend Jahren Fremde hier des Weges gefahren Und sehen, geborgen vorm Licht der Sonnen, Den Waldgrund in Efeu tief eingesponnen Und staunen der Schönheit und jauchzen froh, So gebietet einer: »Lärmt nicht so! – Hier unten liegt Bismarck irgendwo.«