German poem
Wiegenlied
by Werner von Haxthausen (1780–1842)
Auf den Wellen wiegen Blümlein, die da liegen; Fernes soll sich finden Und zur Lieb’ verbinden; Auf und nieder geht der Wind Schneller junges Herzblut rinnt.
Wasser kanns nicht dämpfen Feuer nicht bekämpfen, Well’ die Welle fliehet, Und zusammen ziehet, Auf und nieder geht der Wind Herze find ein Herz geschwind!
Lächelnd in der Wiegen Fromme Kindlein liegen Schreien nicht und weinen, Wenn die Stern nicht scheinen; Auf und nieder geht der Wind Freud und Leid Geschwister sind.
Wenn die Wellen einen Blümelein die kleinen, Schwimmen sie verbunden Die sich hier gefunden; Auf und nieder geht der Wind Träume süß mein liebes Kind. Sigurt Albro