Versos German Wilhelm Müller Violen und Rosen

German poem

Violen und Rosen

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Ich ging in's Feld und wollte Blumen holen: Da sah ich stehn ein Kind in den Violen Mit Lippen, wie zwei junge Rosenknospen.

Nun waren die Violen gleich verschwunden, Ich konnte meine Augen nimmer wenden Von jenen Rosenknospen ihres Mundes.

Und als die Mutter frug: Wo sind die Blumen, Daß wir sie morgen mit zu Markte nehmen? Sprach ich: Die Knospen sind noch nicht gesprungen.