German poem
Minnenklichv́ minne
by Winli (?–1270)
MInnenklichv́ minne nv füge dvrch güte das mich disv́ liebe gesehe vnd ich si so das ich gewúnne vrǒ núwe gemüte das ich dirre sorge werde erlichen vrî kem ich iemer dar da ich si funde niemer ich er wunde ich rêdde ze kv́nde ob mich iender trüge min dienst naher bi
Nv hat sich genúwet der walt zehen iare das ich niemer sid núwe fröide gewan het ich des getrúwet das si mir dem vâre mich ir dienen hies do si mich ir gewan secht so hette ich mich an ir gerochen ich hette ir gebrochen ich hette gesprochen als ir mir· vrǒwe· als bin ich v́ch man
Das hab ich versumet ich rur allen wiben si hat mich zemale vnd bin ich ir bar het ich do gerumet do si mich hies beliben so möcht ich nv dienen· wol her oder dar des enmag nicht sin· ich mv̊s ir neigen si mag mich wol zeigen den lúten fúr eigen vnd mag mich schetzen· die macht hat si gar
IN mag nicht gelǒgen ich si ir gevangen des en gan ich nieman vf ertriche bas vnd ist das so tǒgen das si mit ir wangen noch mit ǒgen nie der gelich engesas secht wie gůt gesellin ist dv́ reine alles das ich meine das meinet si kleine trag ich zůtzir holt so treit si gegen mir has
Nimt das nit ein ende das kostet ein sterben mich vil sênden man· dar zv̊ bin ich gestalt solken schaden wende nit lâsse mich verderben minneklichv́ dv hast ir gewalt ald ich wil kempfen vor dem riche mit ir sicherliche das ich nicht entwiche ob ich lenger trúge die not manig valt