German poem
„Einst saß die Freiheit auf den Höhn“
by Alfred Tennyson (1809–1892)
Einst saß die Freiheit auf den Höhn, Ob ihrem Haupt der Sterne Gluth, Zu ihren Füßen das Getön Des Donners und der Fluth.
Sie lebte dort in luft’gem Haus, Wo sie Prophetenträume schuf; Doch manchmal scholl im Wind hinaus Ein Wort von ihrem Ruf.
Hernieder dann auf Feld und Flur Trug sie zum Menschenvolk ihr Licht, Enthüllend ihm allmählich nur Ihr göttlich Angesicht.
Die Keime großer Thaten hegt Ihr Geist in seinem Inselreich; Wie Götter sie den Dreizack trägt, Die Krone, Kön’gen gleich.
Wahrheit begehrt ihr offnes Aug’; Vieltausenjähr’ge Weisheit ruht In ihm. Halt’ ew’ger Jugend Hauch Es frei von Thränenfluth –
Dass mit dem Glanze ihres Lichts Sie Tag’ und Nächte uns erhell’, Weisend nach rechts und links ins Nichts Ein jedes Unmaß schnell!