German poem
Abraham vertreibt die Hagar von A. van der Werff
by Alphonse Levy (1838–1917)
Besorgt um ihres Sohnes gute Sitten, Dem Ismael ein schlimmes Vorbild blieb, Bestürmte Sarah Abraham mit Bitten, Bis er die Magd mit ihrem Sohn vertrieb.
Nur ungern that’s der Greis. Der Heidin Schöne, Wie hatte sie sein alternd Herz beglückt! Wie liebte er den ältsten seiner Söhne, Den ihm der Gattin Eifersucht entrückt!
Wohl blutete dabei sein Herz im Stillen, Doch fügte sich der Greis in Gottes Willen, Der beiden Kindern künft’ges Glück verhieß,
Und als der Morgen neu die Erde grüßte, Da wandte Hagar weinend sich zur Wüste, Dem Manne grollend, der sie hart verstieß!