German poem
Tanzpause von Vautier
by Alphonse Levy (1838–1917)
Der Ton verklingt. In dem geschmückten Hause Wird’s plötzlich still; der Tanz macht eine Pause. Die Burschen sind nach einem Trunke lüstern Und durch die Mädchenreih’ geht leises Flüstern.
Die Eine bindet neu der Zöpfe Last, Die Zweite hält ein flotter Bursch umfaßt; Der And’ren Blicke haften mit Vergnügen Auf ihres jungen Wirthes hübschen Zügen.
Aus vollem Kruge beut er frischen Trank; Wie herzlich klingt der Mädchen süßer Dank! Befangen steht er, wie im sel’gen Traume.
Gewiß nicht leicht ist hier die Herzenswahl; Mehr Schönheit zeigt kaum mancher Fürstensaal, Als hier sich eint im dörflich engen Raume!