Versos German Andreas Gryphius Uber die Sendung des heiligen Geistes

German poem

Uber die Sendung des heiligen Geistes

by (1616–1664)

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Diß ist das heilige Feur/ das Jesus wolt entzünden/ Indem was irrdisch ist verlodert und vergeh't/ Durch daß was tod/ sich regt/ was kalt/ in Hitze steht/ Vor dem die schwartze Nacht des zagens muß verschwinden: Der ists durch den sich Gott mit Menschen wil verbinden/ Diß ist der Perlen-Thau/ der frischen Morgenröth: Der die verwelckte Seel erfrischt/ was liegt/ erhöht. Diß ist der Trost durch den wir Muth im Zagen finden: Als er die Welt erschuff schwebt er still auf der Flut/ Jtzt kommt er in dem Sturm/ die Erde zu erneuen/ Dort war es angesehn auf ein vergänglich Gut. Jtzt baut er was da sol die Ewigkeit erfreuen. Er kam auf Wasser dort bey finster düstre Nacht/ Er kommt bey Tag in Feur/ da Er die Kirche macht.