German poem
Du scheust, mit mir allein zu sein
by August von Platen-Hallermünde (1796–1835)
Du scheust, mit mir allein zu sein, Du bist so schroff: Gibt nicht der Liebe Lust und Pein Zum Reden Stoff?
Wo nicht, was gilt der Lieb ein Wo, Ein Wie, ein Was? Zu lieben und zu schweigen, o Wie lieb ich das!
Ich schweige, weil so kalt du scheinst, Und unerweicht, Mein Auge spricht, es spricht dereinst Mein Kuß vielleicht.