German poem
Ein Traumbild
by Betty Paoli (1814–1894)
Einmal, einmal nur Hab' ich dich geschaut, Einmal nur vernommen Deiner Stimme Laut; Aber hör' den Schwur, Den dir zuschickt Deine Geistesbraut:
Meine Seele weilt Wo dein Athem weht, Was an Glück mag kommen Kommt für mich zu spät, Denn es kühlt und heilt Nichts den Schmerz, daß ich dich nicht erfleht.