German poem
An Den Buchhändler Johan Dahl
by Bjørnstjerne Bjørnson (1832–1910)
(Zu seinem sechzigsten Geburtstag)
Herr Wirt, dir sei dies Hoch gebracht! --"Hurra!" Doch während wir singen, so gebt fein acht! --"Ja ja!" Zuerst müßt von schrecklichen Leiden ihr wissen, Als in unsern Wirrwarr sein Los ihn gerissen Zu Adlern und Schären, Zu Wergelands Bären, --Au ja!
Er kam als ein unschuldig Lämmelein, --O je, So niedlich, appetitlich und sauber und rein Wie Schnee. Das köstliche Fleisch ließ zu Füllsel man hacken Und später in Teig von Herrn Wergeland backen Und munter zerbeißen, Die Knochen verschleißen Im Ramsch.
Doch hei! wie ein Böcklein des göttlichen Tor Er sprang, Und stieß ihnen kräftiglich hinter das Ohr,-- Das klang! Da schmunzeln die Kerle in vollem Behagen: "Jetzt hat der Gesell sich zum Bruder geschlagen," Und balde war keiner Beliebter und feiner Als Dahl.
Das Licht aus der Bude dort konnt' wohl erhellen Das Land. Dort hat sich gar mancher zum Spießgesellen Bekannt; Dort machte man Mode und kritische Normen, Und wollt' ein gut Stückchen Norwegen formen. Das wird die Geschichte Schon bringen zum Lichte Dereinst!
Für das, was du littest, entflammtest und strebtest, Hab' Dank! Für alle die Kraft, die du freudig belebtest, Hab' Dank! Für all dein gutmütig Eifern und Zanken, Dein goldnes Gemüt, deine Freundschaft, wir danken, Du seltsamer Falter, Du Lieber, du Alter, Hab' Dank!