German poem
Bergsee
by Bruno Wille (1860–1928)
Es träumt aus düsterm Felsenschacht Ein totenstiller See Zur grenzenlosen Sternenpracht/ O Seligkeit und Weh!
Laßt taumeln mich, ihr Himmelshöhn, Versinken ganz in Schau! Mein Funkelstern, so bräutlich schön Wie eine Perle Tau!
Und bleibst du, Engel, weltenfern, Streu deinen Silberschein/ Dein Seelengleichnis/ keuscher Stern, In meine Tiefen ein.
In meine Tiefen lockt ein Grund/ O find ihn, Sternenbraut/ Wo Erd und Himmel Mund an Mund Zur ewgen Ruh sich traut.