German poem
In der Fremde
by Carl August Heinrich Zwicker (1794–1900)
In die Ferne.
Verborgen, liebt die Treue sich, zu wehen, Im Arm des Schweigens weg die Liebe träumen, Und aus des Traumes selig freien Räumen Kehrt sie erstarkt zurück ins enge Leben. Du klagst daß sie kein Zeichen dir gegeben, Du weinest daß nach tödtlich langem Säumen Die Liebe wohl entflohen mit den Träumen Die - Niemand sagt es dir wohin - entschweben Nein! klage nicht! schon wacht sie auf vom Schlummer, Schon öfnet sie die langgeschloßnen Lider Sieh ihr den Gruß im feuchten Auge glühen; So nimm dies Zeichen denn, verscheuch den Kummer, Von dir nur träumte sie ja stets und wieder; Nur mit dem Lebenstraum kann sie entflieben; Z.