German poem
Engels-Töne
by Carl Streckfuß (1779–1844)
„Regen nicht tönend hell Englein die Flügel?“ ’S ist nur der muntre Quell, Rieselnd von Hügel.
„Horch, doch ein Engel ruft: Lieb’ und Vertrauen!“ ’S ist nur die Maienluft, Fächelnd die Auen.
„Nein, horch den Engel-Schall: Sehnsucht und Glaube!“ ’S ist nur die Nachtigall, Singend im Laube.
Nachtigall, Luft und Quell Beim süßen Schalle Fühl’ ich im Herzen hell: Englein ihr Alle!