Versos German Catharina Regina von Greiffenberg Uber die Nichtig und flüchtige Welt-Lust

German poem

Uber die Nichtig und flüchtige Welt-Lust

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O Tolle Welt! soltu mich also trutzen / und deine Lust so höchlich ausher mutzen? sie ist ein Schiff / das durch die Wellen-fuhr läst keine Spur.

Ein Vogel ists / der durch die Lufft hinfleuget / und seines Flugs kein Bahn noch Zeichen zeiget. Gleich wie den Pfeil man in der Lufft nicht spürt / sie sich verliert.

Ein Schatten ist / all' eitle Freud und Leben / den man nicht kan erhalten noch aufheben: ein bloß Geschrey / und lauter Hörnerschall / ohn Widerhall

Wie eine Wolk in Lüfften sich aufbauet / doch bald vergeht / eh man sich recht umschauet: ein Nebel / Rauch / und was vergänglich mehr / gleicht deiner Ehr.