German poem
Der Tod der Künstler
by Charles Baudelaire (1821–1867)
Wie lange werd ich fröstelnd beben müssen Und · spottgestalt! die flache stirn dir küssen Wie viele pfeile fliehn aus meinen köchern Die mystisch ferne scheibe zu durchlöchern?
Wir zehren unsere kraft in spitzen plänen Wir werden manche harte wehr zerhauen Eh wir die grosse kreatur beschauen – Ihr höllisches gelüst erzwingt uns thränen.
So manche fanden niemals ihr Idol Verwünschte bildner die die schande geisselt Und deren hand dir haupt und busen meisselt
Mit einer hoffnung · düstres kapitol Dass einst der Tod · ein neues tag-gestirn Die blumen spriessen lässt in ihrem hirn.