German poem
Was erzählst du heut, allein geblieben
by Charles Baudelaire (1821–1867)
Was erzählst du heut · allein geblieben Armes herz – herz ehmals wie verblüht – Der so schönen guten und so lieben Deren gottesblick dich neu durchglüht?
Wir sind stolz darauf ihr lob zu singen Ihr zu dienen heisst uns süsse pflicht Ihr vergeistigt fleisch hat engelschwingen Und ihr aug umkleidet uns mit licht.
Sei es in der nacht und in der enge Sei es in der strasse in der menge Sie verfolgt als leuchte meine spur
Flüsternd: ich bin schön wie eine sonne Liebe mir zu lieb das schöne nur! Ich bin muse schutzgeist und madonne.