German poem
Uber das Freuden-Thal
by Christian Friedrich Hunold (1680–1721)
Wo hat diß Freuden-Thal den Uhrsprung hergenommen? Davon/ weil Lieb' und Treu zusammen da gekommen. Diß Angedencken wird im Frühling wieder neu/ Bey einem Kegel-Spiel/ und wahrer Freundschaffts-Treu. Wenn Wanders-Leben pflegt vergnügt hinaus zu wandern/ Komt von der Nachbarschafft ein wehrter Freund zum andern. Die Gegend lacht so schön/ an Wiesen/ Berg und Holtz; Und die Natur zeigt sich in ihrem Schmuck so stoltz/ Daß wenn die Augen sich daran gewünscht ergetzen/ Wir uns im Freuden-Thal in viele Freude setzen.
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