German poem
Le cabinet particulier
by Else Galen-Gube (1869–1922)
Im cabinet particulier saß heiter plaudernd „sie“ und „er“ beim Glase Sekt zusammen. „Er ist zu kalt“, sprach sie blasiert. – Er gähnte etwas degoutiert und dachte frührer Flammen …
„Ich find’, das Zimmer ist nicht warm.“ Er zog sie lachend in den Arm: „Dann komm, mein kleines Kätzchen.“ Sie sträubte sich erst raffiniert und, als sie sich genug geziert, sprach sie: „Herzliebes Schätzchen,
ich sah da heut beim Juwelier ein Armband – du, das schenkst du mir, Rubine mit Smaragden … das wünsch ich mir so brennend sehr, unzähmbar ist heut mein Begehr, du liebst doch sonst nicht – Schmachten …“