Versos German Emanuel Geibel Im weißen Mondlicht dehnen

German poem

Im weißen Mondlicht dehnen

by (1815–1884)

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Im weißen Mondlicht dehnen Sich Strand und Klippen bleich umher; Es baden die Sirenen Und singen fern im Meer.

Es singen die Sirenen, Den Klang versteh' ich nur zu gut: Mein Blick vergeht in Tränen, Mein Herz vergeht in Glut.

Die Königin im Schwarme, Wohl kenn' ich sie, mein tödlich Glück; In ihre weißen Arme Führt, ach, kein Weg zurück.

Kühl weht es durch die Klippen; Mir ist, als ob ich sterben müßt'; Sie hat mir von den Lippen Die Seele fortgeküßt.