German poem
Wenn still mit seinen letzten Flammen
by Emanuel Geibel (1815–1884)
Wenn still mit seinen letzten Flammen Der Abend in das Meer versank, Dann wandeln traulich wir zusammen Am Waldgestad im Buchengang.
Wir sehn den Mond durch Wolken steigen, Wir hören fern die Nachtigall, Wir atmen Düfte, doch wir schweigen - Was soll der Worte leerer Schall?
Das höchste Glück hat keine Lieder, Der Liebe Lust ist still und mild; Ein Kuß, ein Blicken hin und wieder, Und alle Sehnsucht ist gestillt.
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