German poem
Witwenleid
by Emanuel Geibel (1815–1884)
Ach, das ist es, was ich klage, Daß vom alten Traum umwebt Mir das Herz mit jedem Schlage Statt ins Frühlicht künft'ger Tage Rückgewandt ins Spätrot strebt;
Daß es stets nach einem Glücke Bangt, das nimmer wiederkehrt, Und, wie reich die Welt sich schmücke, An der eingestürzten Brücke Stumm in Heimweh sich verzehrt.