Versos German Ernst Koch Der Morgen im Garten

German poem

Der Morgen im Garten

by (1808–1858)

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Wie herrlich! Ach, so sah ich nimmer Die Blumen blüh'n, So sah ich nie im Rosenschimmer Den Garten glüh'n!

Wie jubelt's in den blauen Lüften! Der Freude Hauch, Er weht in tausend Balsamdüften Vom Blüthenstrauch.

Wohl saß ich oft in jener Hütte; Wenngleich allein, Konnt' ich in meiner Blumen Mitte So glücklich sein.

Und was des Abends stille Feier Zum Herzen sprach, Wehmüthig tönte meine Leier Das Echo nach.

Jetzt weint die Seele vor Entzücken, Zum Himmel steigt Sie mit der Rührung feuchten Blicken, Die Lyra schweigt.

O gold'ner Morgen, Blick der Liebe Im Lenzgewand, Vom Auge ew'ger Huld und Güte Herabgesandt!

Wie will der Sterbliche Dich singen, Der betend kniet? Wenn Weltenharmonie'n erklingen, Dann schweigt mein Lied!