German poem
Hörter
by Ernst Schulze (1789–1817)
Du reiches Thal' du Zeuge deutscher Macht, Mit stiller Scheu bettet' ich deine Schranken. Hier blitzt' es einst von muthigen Gedanken Und kühner That in heil'ger Waldesnacht.
Heil uns! Vergolten ist die Sachsenschlacht! Gebrochen ist der stolze Hohn der Franken Durch deutsches Schwert. Die alten Eichen sanken; Doch Wittekind und Herrmann Sind erwacht.
Wie um's Gebirg die grauen Nebel schweben, So stehn sie hoch auf ihren Felsenzinnen Und schaun hinab in's freie deutsche Land.
Im Thale blüht ein wunderbares Leben, Es grünt der Wald, die hellen Bäche rinnen, Und fröhlich prangt der Herbst im Lenzgewand.
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