Versos German F. Max Müller Volkslieder.

German poem

Volkslieder.

by (1823–1900)

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[Scherer D. 253, E. 248]

Herausgegeben in Wackernagel ‘Das deutsche Kirchenlied,’ B. II. (Leipzig, 1867); Uhland ‘Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder’ (Stuttgart, 1844, 45); Hoffmann von Fallersleben ‘In dulci iubilo. Nun singet und seid froh’ (Hannover, 1854); Liliencron ‘Die historischen Volkslieder der Deutschen,’ 5 Bde. (Leipzig, 1865-69); Böhme, ‘Altdeutsches Liederbuch’ (Leipzig, 1877).

1.

In dulci iubilo nu singet und seit fro! alle unser wonne leit in præsepio; sie leuchtet vor die sonne matris in gremio; que est a et o, que est a et o.

O Jesu parvule, nach dir ist mir so we, tröste mein gemüte, o puer optime, durch aller jungfraun güte, o princeps glorie. trahe me post te. trahe me post te!

Mater et filia, o jungfrau Maria, hettest du uns nicht erworben celorum gaudia, so wär wir alle verdorben per nostra crimina. quanta gratia, quanta gratia!

Ubi sunt gaudia? nierne wen alda, da die engel singen in nova cantica mit iren süssen stimmen in regis curia. eia wär wir da, eia wär wir da!

2.

Ein kindlein ist geboren von einer reinen mait! Gott hat ims auserkoren in hoher wirdigkeit. Ein sun ward vns gegeben zu trost an alles mail: Daz sult ir merken eben; er bracht vns alles heil.

Ave, du Gotes minne! wie wol ir mit im was! Heil werde trosterinne! vnd do sie sein genas, Gros freud wart vns gekundet von einem Engel klar; Wirt nimmer mer durchgrundet, sagt vns die schrift fürwar.

Freut euch der selden mere: Messias der ist kumen. Er hat an alls gefere die menschait an sich gnumen. Fur vns mit ganzen treuen volbracht er alle dink. Der greis wolt sich verneuen: er ward ein jungelink.

Got vater in dem trone was mit der zarten weis. Die tochter von Syone hat wol den hochsten preis. Drei edel kunig milde die brachten reichen solt; zugen vber gefilde nicht anders als Got wolt.

Elend ward jn bekande; die seld must fere bas, Ferr in Egypten lande: Herodes trug jn has. Er zog in nach mit listen: manch kint vergos sein blut. Got wolt sich lenger fristen: das was vns allen gut.

Wol dreisig iar vnd mere trug er fur vns die not; Wol umb sein rechte lere leid er fur vns den tod: Danck wir im zu den stunden! Hilf, edler kunig rein! Sein heiliglich fünf wunden solnt vns genedig sein.

3.

Wolauf, jr brüder allzumal, quos sitis vexat plurima. ich weiss ein Wirt klug überall, quod vina spectat optima. sein wein mischt er nicht mit dem saft, e puteo qui sumitur. ein jeder bleibt in seiner krafft, e botris ut exprimitur.

Herr wirt, bringt uns ein guten wein, im keller quod est optimum! die brüder wöllen frölich sein, ad Noctis usque terminum. wer greinen oder murren will, ut canes decet rabidos, der mag wol bleiben aus dem spil, ad porcos eat sordidos!

4.

ZECHLIED.

Den liebsten bulen den ich hab der leit beim wirt im keller, er hat ein hölzens röcklein an und heist der Muscateller; er hat mich nechten trunken gmacht und frölich heut den ganzen tag, gott geb im heint ein gute nacht!

Von disem bulen den ich mein wil ich dir bald eins bringen, er ist der allerbeste wein, macht mich lustig zu singen, frischt mir das blut, gibt freien mut, als durch sein kraft und eigenschaft, nu grüss dich gott, mein rebensaft!

5.