German poem
Achtzehntes Sonett: [Wohl tausendmahl, o süße Kriegerinne]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Wohl tausendmahl, o süße Kriegerinne, Daß ich mit euren Augen hätte Frieden, Both ich mein Herz euch; doch ihr habt gemieden Des Niedern Anblick stets mit stolzem Sinne. Wie eine Andr' um seine Huld auch minne, Nur schwacher Hoffnung Schein ist ihr beschieden; Mein altes Seyn, dieweil mir stört den Frieden, Was euch verhaßt, ich nie zurückgewinne. Vertreib' ich's nun, und findet's keine Gnade Bey euch in der Verbannung herben Leiden, Kann es nicht einsam, noch bey Andern leben; Wohl leicht da käm' es ab vom rechten Pfade! Und welche Schuld dann lastet' auf uns beyden, So mehr auf euch, je mehr es euch ergeben.
More by Francesco Petrarca
- Acht und siebenzigstes Sonett: [Das Fenster, das, so oft's ihr will behagen]
- Acht und vierzigstes Sonett: [Vermöchtet ihr, durch abgewandte Schritte]
- Acht und zwanzigstes Sonett: [Glaubt' ich, es würde mich der Tod entladen]
- Achtes Sonett: [Wann der Planet, welcher die Stunden scheidet]
- Achtzigstes Sonett: [Cäsar, als in Egyptenland des bösen]
- Als einstens ich allein am Fenster weilte
- Als jüngst ihr Geist, mein freundlicher Gefährte
- Den alten Herrn, mir lieb so als zuwider