German poem
Zweyhundert acht und fünfzigstes Sonett: [Wie neid' ich, geiz'ges Land, dich, das umfließe]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Wie neid' ich, geiz'ges Land, dich, das umfließe Sie, deren Anblick mir nunmehr entrungen, Das mir die schönen Mienen abgedrungen, Wo Frieden ich nach jedem Kampf begrüßet! Und wie den Himmel, der da sperrt und schließet, Und so begierig zu sich aufgeschwungen Den Geist, von schönen Gliedern losgeschlungen, – Und der so selten andern sich erschließet! Wie neid' ich jene Seelen all', die hehren, So an der süßen, frommen Seite schweben, Die ich gesucht mir solcher Sehnsucht immer! Und wie den Tod, den harten, liebeleeren, Der, nun in ihr er ausgelöscht mein Leben, Im Aug' ihr wohnet und mich rufet nimmer!
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