German poem
An Tilly
Mit Gewalt reißt des Schicksals Wut Grausam uns von einander Ob auch jeder sein liebstes tut, Wir ersticken selbander. Tilly gieb mir noch einen Kuß! Es kommt ja doch wie es kommen muß.
Du bist jung und dein Herzblut wallt Mächtig dem Glück entgegen. Keinem grämlichen Aufenthalt Widme dich meinetwegen. Tilly gieb mir noch einen Kuß! Es kommt ja doch wie es kommen muß.
Ich bin alt der Gebrechen Last Zwingt mich ins Eigenbrödeln Nimmer wollt mit dem siechen Gast Ich meine Zeit vertrödeln. Tilly gieb mir noch einen Kuß! Es kommt ja doch wie es kommen muß.