Versos German Frank Wedekind Auf eigenen Füßen - Donnerwetter

German poem

Auf eigenen Füßen - Donnerwetter

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In der Jugend frühster Pracht Tritt sie einher – Donnerwetter! Nur von Eitelkeit erfüllt, Das Herz noch leer – Donnerwetter!

Ganz mit frühlingsfrischen Reizen Angetan – Donnerwetter! Und erblickt in allen Männern Nur den Mann – Donnerwetter!

Donnerwetter, zeigt der Gang, Donnerwetter, Überschwang! Donnerwetter, diese Glieder, Donnerwetter, welch ein Fang!

Donnerwetter, erst im Traum, Donnerwetter, gibt sie kaum Ihrer Neigung hin und wieder Etwas Raum – Donnerwetter!

Donnerwetter, aber plötzlich Drängt die Leidenschaft zum Ziel, Donnerwetter, hochergötzlich, Donnerwetter, wird das Spiel!

Donnerwetter, sinkt zurück, Donnerwetter, voller Glück Sie zum ersten Male nieder, Welch ein Blick – Donnerwetter!

Juchhei, Hallo, Wie fühlt die Maid sich froh! Hallo, Juchhei, In ihres Lebens Mai!

Wenn auch der Mai mit Sturm begann, Lustig geht's fortan: Heute mit den Fürstenkindern, Morgen mit den Bürstenbindern.

Wild saust sie durchs Leben dann, Donnerwetter, unter Jubel und Geschrei – Juchhei! Wie kühn sie's ersann, Wie klug sie's gewann, Voller Grauen erzählt's so mancher Mann – Donnerwetter!