German poem
Auf eigenen Füßen - Donnerwetter
In der Jugend frühster Pracht Tritt sie einher – Donnerwetter! Nur von Eitelkeit erfüllt, Das Herz noch leer – Donnerwetter!
Ganz mit frühlingsfrischen Reizen Angetan – Donnerwetter! Und erblickt in allen Männern Nur den Mann – Donnerwetter!
Donnerwetter, zeigt der Gang, Donnerwetter, Überschwang! Donnerwetter, diese Glieder, Donnerwetter, welch ein Fang!
Donnerwetter, erst im Traum, Donnerwetter, gibt sie kaum Ihrer Neigung hin und wieder Etwas Raum – Donnerwetter!
Donnerwetter, aber plötzlich Drängt die Leidenschaft zum Ziel, Donnerwetter, hochergötzlich, Donnerwetter, wird das Spiel!
Donnerwetter, sinkt zurück, Donnerwetter, voller Glück Sie zum ersten Male nieder, Welch ein Blick – Donnerwetter!
Juchhei, Hallo, Wie fühlt die Maid sich froh! Hallo, Juchhei, In ihres Lebens Mai!
Wenn auch der Mai mit Sturm begann, Lustig geht's fortan: Heute mit den Fürstenkindern, Morgen mit den Bürstenbindern.
Wild saust sie durchs Leben dann, Donnerwetter, unter Jubel und Geschrei – Juchhei! Wie kühn sie's ersann, Wie klug sie's gewann, Voller Grauen erzählt's so mancher Mann – Donnerwetter!