Versos German Franz Bonn Allgemeines Deutsches Kommersbuch:189

German poem

Allgemeines Deutsches Kommersbuch:189

by (1830–1894)

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1. Zump, zump, ti, ti, zump, zump, ti, ti. Wenn mich die Welt, dies Jammer=thal, mit Langweil sucht zu pla=gen, so flücht ich mich zum Re=ben=saft und schlür=fe dort Be=ha=gen. dau=ern.

2. |: Zump, zump, ti, ti. :| Und wenn mich mein Gewissen schilt ob mancher meiner Thaten, so nimmt am ersten es beim Wein mich wieder auf in Gnaden.

3. Zump, zump, ti, ti. (von hier langsamer) Doch wollte gar ein Liebes= gram das Leben mir versauern, (wieder etwas schneller) ich wette, schon das zehnte Glas wird er nicht überdauern.

4. Drum reicht mir jetzt den Be=cher her, ich trink in vol=len Zü=gen, und soll es sein so will ich nur dem Wei=ne selbst er=lie==gen.

1. Wenn sich in der Re=be rührt er=stes Blü=ten=re=gen, auch der Wein im Fas=se spürt len=zes=froh Be=we=gen.

2. Doch es fühlt die Sympathie der nur, der am Orte, wo die Rebe blüht, gedieh, Wein derselben Sorte.

3. Gärend regt sich’s dann im Faß wie eine siedend Wallen, gleich als wär ins edle Naß Sonnenglut gefallen.

4. So auch regt in mir sich froh alte Liebe wieder, singt ein junger Dichter wo seine Liebeslieder.

5. Welch ein Hämmern und Gepoch dann in Herz und Haupte wie dereinst, da selbst ich noch an den Frühling glaubte.

6. Liebesfrühlingsonnenschein freuet Jung und Alte. Junge Rebe, alter Wein, daß euch Gott erhalte!

1. Wenn wir durch die Stra=ßen zie=hen, recht wie schau=en Au=gen, blau und grau=e, schwarz und

Bursch in Saus und Braus, braun aus man=chem Haus; und ich laß die Blik=ke schweifen durch die Fen=ster hin und her, fast als