Versos German Friederike Kempner Nero

German poem

Nero

by (1828–1904)

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In den Augen meines Hundes Liegt mein ganzes Glück, All mein Innres, krankes, wundes Heilt in seinem Blick.

Schöner Stern Hab' Dich gern, Schau'st in's Fensterlein, Und ins Herz hinein.

Schönste Zier Strahle mir, Bist so ganz allein, Stolzes Sternelein.

Gott segne die Armen, Gott segne sie, Sein reiches Erbarmen Verlasse sie nie!

Die Armen, die Armen An Glauben so reich, An Gottesvertrauen Den Glücklichsten gleich.—

Dorten aus der grünen Hecke An des Gartenzaunes Ecke Schaut mein Schatz heraus: Haare braun, nicht kraus;

Klein Gesichtchen rund, Kirschenrother Mund; Augen braun, nicht blau: Wird bald meine Frau!

Gehabt euch wohl, Gott segne euch, Euch All' im Sonnenlicht, Dich Vöglein, Röslein, Immergrün, Die Dornen und die—Würmer nicht!—

Die Aerzte, Philosophen gleichen— Der große staunt und betet an, Der kleine sieht in Gottes Reichen Sich selbst als größtes Wunder an.—

Beschränktheit absolut dictiret! Die Weisheit bleibt ihr fremd und fern— Wen nie der Genius berühret, Ein solches Männchen täuscht sich gern.

Wer Niemand über sich zum Richter, Wer niemals sagt: ich weiß es nicht,— Der taugt zu keinem höh'ren Richter Mit seinem unfehlbaren Licht.